Eine E-Mail Liste ist wichtig um seine Kunden direkt ansprechen zu können – was du zum Start brauchst, findest du hier.

In den letzten Jahren hat sich in der Blogosphäre einiges getan. Während das eine oder andere früher vielleicht einfacher, genauer gesagt unkomplizierter erscheint, muss man aber auch das Positive daran sehen. Ja, es gibt heutzutage zum Beispiel mehr Konkurrenz, aber es war auch noch nie so einfach wie jetzt seine Internetseite zu bewerben und auffindbar zu machen . Man muss nur wissen, wie man gefunden wird.

Was ist überhaupt “SEO”?

Der Begriff “SEO” steht für Search Engine Optimization, also auf Deutsch Suchmaschinenoptimierung. Während man früher seine Internetseite einfach auf anderen Linklisten eintragen lassen konnte, hat man die Möglichkeit bei der Suche nach Themen aufzufallen. SEO ermöglicht dir, dass deine Webseite von Suchmaschinen, wie zum Beispiel Google besser gefunden werden kann. Die richtige Verwendung führt folglich dazu, dass deine Webseite oder dein Beitrag im Ranking weiter oben erscheint. Im Mittelpunkt einer erfolgreichen Suchmaschinenoptimierung steht das Leserinteresse, sowie Relevanz des Themas. Für eine reibungslose Optimierung sind die Suchbegriffe und die Darstellung von großer Bedeutung.

Welche Rolle spielen Keywords?

Ein Keyword ist ein Begriff, welcher deinen Beitrag beschreibt und auf deiner Internetseite wiederzufinden ist. Dieser stellt wiederum auch meist einen Suchbegriff da, den jemand eingeben könnte, um deinen Content zu finden. Kombiniert man mehrere Begriffe, dann wird es als “Long Tail Keyword” bezeichnet. Hier werden einfach mittels Wortkombinationen zusätzliche Details angeführt und folglich genauer optimiert.

Was bietet dir Yoast SEO?

Yoast SEO ist ein Suchmaschinenoptimierungs Plugin für WordPress, welches in den letzten Jahren aufgrund der einfachen Bedienung und der vielen Möglichkeiten sehr beliebt auf WordPress geworden ist. Eine großer Grund warum gerade dieses Plugin so bekannt geworden ist, ist dass die wichtigsten Basic Features auch in der kostenlosen Version zur Verfügung stehen.

Grundsätzlich dient Yoast SEO dazu, deine Webseite technisch für Suchmaschinen zu optimieren. Allerdings bietet dieses Plugin ebenfalls viele Tipps und Tricks für inhaltliche Anpassungen, indem es Probleme kennzeichnet und auch Lösungen vorschlägt.

Das ganze passiert über ein einfaches Ampelsystem. Dieses kennzeichnet mit Farben wie weit du bist und welche Teile noch angepasst werden müssen. Eine rote Ampel zeigt dir, dass deine Angaben nicht den Yoast Optimierungstandards und somit nicht der optimalen Lösung entsprechen. Die orange Ampel markiert Verbesserungsbedarf und die grüne zeigt dir, wie du wahrscheinlich schon vermutet hast, dass alles berücksichtigt wurde und in einem guten Zustand ist.

Klartext: Welche Vorteile hast du durch die Verwendung von Yoast SEO?

Wie bereits erwähnt hilft dir Yoast deine Webseite technisch und inhaltlich anzupassen. Der Hauptvorteil den du daraus ziehen kannst, ist, dass Personen deine Webseite leichter finden können. Du kannst aufgrund des besseren Ranking folglich mit einer besseren Reichweite rechnen und sprichst dabei gezielter Personen an, die deinen Content interessant finden könnten. Darüber hinaus ist das Ampelsystem für Neueinsteigern eine gute Hilfe für Anpassungen.

5 nützliche Features die für YOAST SEO sprechen

1. Präsentiere dich richtig

Alle Einträge auf Google und Co bestehen aus Titel, Link und Beschreibung. Normalerweise musst du dich um diese nicht kümmern, denn Google liest diese Informationen einfach auf deinen Inhalten heraus. Yoast SEO bietet dir die Möglichkeit diese drei Bereiche anzupassen und zeigt dir bei sogar eine Live Vorschau.

2. Keyword, Struktur und Lesbarkeit Check

Yoast SEO prüft automatisch dein verwendetes Keyword und sagt dir außerdem wie oft es in deinem Beitrag vorkommt. Aufgrund dieses Checks kannst du leicht erkennen, ob das gewählte Keyword Sinn macht oder nicht. Der Check der Lesbarkeit und Struktur deiner Inhalte geht ähnlich vor. Yoast SEO prüft anhand bewährter Algorithmen und kennzeichnet dir mögliche Probleme.

3. Breadcrumbs integrieren

Die sogenannte “Brotkrümel Navigation” zeigt LeserInnen wo sie sich gerade befinden. Breadcrumbs dienen nicht nur als zusätzliche Navigationshilfe, sondern helfen auch dabei, dass deine Webseite, aufgrund der Benutzerfreundlichkeit, besser bewertet wird.

4. Verknüpfe deine Social Media Accounts

Du kannst außerdem deine sozialen Netzwerke mit deine Webseite unkompliziert verknüpfen. Dies hat einerseits den Vorteil, dass Yoast SEO das ebenfalls mit den Suchmaschinen kommuniziert. Andererseits hilft es dir auch bei der Anpassung der verschiedenen Bildformate, indem du Bilder ganz einfach hinterlegst.

5. Erstelle deine XML-Sitemap

Das Anlegen einer XML-Site ermöglicht es Google und anderen Suchmaschinen alle deine Seiten schneller zu erfassen. Sie können somit leichter in den Index aufgenommen werden.

Du willst mehr über die Nutzung von Yoast SEO erfahren?

Das trifft sich gut, denn ein weiterer Beitrag, inklusive einer step-by-step Anleitung für die perfekte Optimierung, ist bereits in Arbeit!

Bei Fragen oder anderen Anregungen helfen wir euch natürlich gerne weiter.
Wir freuen uns über jedes Kommentar!

Es ist ein schwieriges Thema, das seit Monaten in der Blogger- und Influencerbranche diskutiert wird: Die Kennzeichnungspflicht. Sind andere Medien, wie Magazine oder TV-Sender bereits seit längerer Zeit dazu verpflichtet, werbliche Inhalte zu kennzeichnen, so blieben Blogger und Influencer lange Zeit verschont. Doch durch das rasante Wachstum der Influencerbranche und negativen Entwicklungen sollen durch die Kennzeichnungspflicht vor allem die Konsumenten geschützt werden. Im Netz kursieren dabei viele unterschiedliche Tipps & Tricks, Richtlinien, Regelwerke und Co. – dabei kann man schon leicht den Überblick verlieren, was man darf und was nicht.

In diesem Beitrag erfährst du, welche deiner Inhalte du überhaupt kennzeichnen musst, und du wie diese dann richtig kennzeichnest.

Was muss ich kennzeichnen?

Kennzeichnen musst du all jene Inhalte, für die du eine Gegenleistung erhältst (egal ob Geld, Dienstleistung oder Produkte) oder die einen werblichen Zweck verfolgen. Puh – was heißt das jetzt genau? Egal, ob du eine bezahlte Partnerschaft mit einem Unternehmen hast, bei dem du für deine Beiträge Geld bekommst oder ob du eine Kooperation eingehst, bei der deine Leistung mit Produkten, Dienstleistungen (z.B. Friseurbesuch), Gutscheinen oder bezahlten Reisen entlohnt wird: All das muss gekennzeichnet werden, da die Inhalte dazu nicht aus deinem rein redaktionellem Interesse entstehen. Somit haben sie einen werblichen Charakter. Aber auch wenn du keine Gegenleistung bekommst,  Produkte oder Marken aber bewusst „anpreist“ und diese im Vordergrund der Beiträge stehen, ist es Werbung. Denn damit verfolgst du die Absicht, für diese Produkte oder Marken bei deiner Community zu werben.

Einzige Ausnahme ist es, wenn du Produkte selbst kaufst und wenn du diese nur nebenbei auf deinen Kanälen vorstellt, ohne sie in den Vordergrund zu heben: Dann ist es keine Werbung. Doch durch deine persönliche Wertung beeinflusst du automatisch die Meinung deiner Follower zu Gunsten einer Marke.

Du sieht also: Es ist ein sehr schmaler Grat zwischen der Entscheidung, ob es sich um Werbung handelt oder nicht. Wenn du dir nicht 100 % sicher bist, empfehlen wir dir Inhalte, die in irgendeiner Weise mit einer Marke verbunden sind, als Werbung zu kennzeichnen. So bist du immer auf der sicheren Seite 😉

Wo muss ich die Beiträge kennzeichnen?

Egal ob auf Instagram, Facebook oder am Blog – du musst überall kennzeichnen. Dabei ist es wichtig, dass der werbliche Charakter hinter den Inhalten auf den ersten Blick erkennbar ist. Es reicht also nicht, einen Beitrag am Ende eines Textes als Werbung zu kennzeichnen. Also entweder Inhalte direkt zu Beginn mit dem Begriff [WERBUNG] oder, wenn ihr Hashtags verwendet, den #werbung als ersten Hashtag setzen.

Wie kennzeichne ich richtig?

 

1.Es ist immer Werbung (fast immer)

Egal ob bezahlt, Sample oder selbstgekauft. Am sichersten ist es, Markennennungen immer mit „Werbung“ oder „Anzeige“ zu kennzeichnen. Und zwar unabhängig davon, ob du ein Produkt zugeschickt bekommst, eine bezahlte Kooperation hast oder zu einem Event / einer Reise eingeladen wurdest, weil du ja trotzdem immer für ein Produkt / eine Marke wirbst.

„Anzeige wegen Markennennung“ – diese Passage liest man in letzter Zeit öfter. Du kannst sie dann verwenden, wenn du dir ein Produkt selbst kaufst und darüber ohne werbliche Absicht und aus reinem redaktionellen Interesse darüber berichtest. So drückst du aus, dass du zwar nicht explizit Werbung für das Produkt machst, das Unternehmen jedoch von deinen Aussagen profitieren kann. Schlupflöcher bieten Formulierungen wie [Sponsored by] oder [Gesponsert], wobei man hier eine Grauzone betritt und die Korrektheit dieser Kennzeichnung umstritten ist. Mit der Kennzeichnung durch [Werbung] ist man auf jeden Fall immer auf der sicheren Seite, egal um welche Art der Kooperation und Gegenleistung es sich handelt. Zwingend ist diese Form der Kennzeichnung, wenn du für deine Inhalte von Unternehmen einen finanzielle oder materielle Gegenleistung erhältst. Unzulässige Kennzeichnungsmöglichkeiten sind hingegen vor allem Begrifflichkeiten, wie beispielsweise [Ad], [In Partnerschaft mit] oder [Powered By].

 

2. Produktplatzierung und Dauerwerbesendung bei Video-Content

Besonders auf YouTube, Snapchat und Instastories (also alle Video-Formate) kann die Kennzeichnung durch [Dauerwerbesendung] durchaus nützlich sein. Um nicht jede Instastory oder nach jedem Cut das Textfeld [Werbung] einfügen zu müssen, reicht es, wenn du am Beginn der Aufnahmereihe den Begriff [Dauerwerbesendung] einblendest. Wenn auf eine Reise / Event eingeladen wirst, aber keine Bezahlung erhältst und die Reise / Event einen Wert unter 1.000 € hat und du nicht den Veranstalter, eine Location oder ein Hotel in den Vordergrund stellst, reicht dabei auch die Kennzeichnung durch [Produktplatzierung]. Bewirbst du explizit eine Marke (Veranstalter, Hotel, Fluglinie, etc.) musst du jedoch wieder mit [Werbung] kennzeichnen. Neben Reisen kann auch bei zur Verfügung gestellten Produkten die einen Wert unter 1.000 € aufweisen [Produktplatzierung] verwendet werden. Auch hier zählt das nur, wenn das Produkt nicht im Vordergrund steht, sondern es lediglich „sichtbar“ für die Follower ist. Bei Fokus auf das Produkt oder eine Marke ist wieder die Kennzeichnung durch [Werbung] nötig.

 

3. Das Insta-Feature „In Partnerschaft mit“ reicht nicht aus

Wie dir sicher bereits aufgefallen ist, gibt es auf Instagram seit einigen Monaten die Funktion Postings und Stories mit „In Partnerschaft mi“ zu kennzeichnen. Damit reagiert Instagram auf die steigende Nachfrage nach einer geregelten Kennzeichnung auf sozialen Netzwerken. Jedoch reicht der Einsatz dieser Funktion nicht aus, um rechtlich abgesichert zu sein. Um hier ganz sicher zu gehen, sollte man als immer den Zusatz #werbung am Beginn des Beitrages hinzufügen.

 

4. Die richtige Platzierung

Auch die richtige Platzierung der Kennzeichnung sollte beachtet werden. Wenn du z.B. direkt im Text deines Postings das Wort *Werbung einfügst, sollte das entweder zum Beginn oder am Ende stehen, da die Anzeige ansonsten versteckt wirkt. Wenn du den Hashtag #werbung verwendest, sollte dieser unter den ersten 2 Hashtags sein, damit die Kennzeichnung klar erkennbar ist. Bei Werbung in den Stories oder auf IGTV kannst du das entweder ins Video sprechen, den Text „Werbung“ einfügen oder eines von Instagram zur Verfügung gestellten GIFs für deine Anzeige verwenden.

 

5. Die richtige Sprache

Prinzipiell gilt, dass Werbung immer in der Sprache des Landes, in dem man werblich tätig ist, gekennzeichnet werden muss und da wir alle (oder zumindest die meisten von uns) im deutschsprachigen Raum arbeiten, muss auch unsere Kennzeichnung auf deutsch erfolgen. Solltest du viele Follower aus anderen Ländern haben, kannst du auch die Kennzeichnung in einer anderen Sprache hinzufügen, wie z.B. #anzeige #ad. Die alleinige Verwendung von #ad #advertisement oder #sponsored ist nicht zulässig. Die Sprachwahl deiner Kennzeichnung ist auch davon abhängig, welche Sprache der Großteil deiner Follower spricht. Hier kann es sein, dass auch die Kennzeichnung sogar in zwei Sprachen machen musst.

Und sonst noch so?

 

In unserem 2018 veröffentlichen Influencer Kodex haben wir eine genau Auflistung, wie man als Influencer sein Beiträge richtig kennzeichnet. Auch wir sind keine Rechts-Experten. Deshalb empfehlen wir bei sehr heiklen Fällen sicherheitshalber einen Juristen zu Rate zu ziehen. Trotzdem ist es wichtig, immer auf dem Laufenden zu bleiben, um sich möglichst flexibel an neue Änderungen anpassen zu können.

Hier gibt’s ein paar Tipps auch als Checkliste zum Download!

 

“Was ist bitte ein Blog?” Als ich meinen eigenen Blog gestartet habe, war es noch so, dass keiner wusste was ein Blog ist. Wir haben diskutiert, ob es der oder das Blog (letzteres ist zwar korrekt, aber auf das konnte ich mich nicht einlassen) und darüber, ob wir nun ein Tagebuch online stellen oder ein Blogazine sind. Die Anzahl der Mit-Diskutantinnen war klein, aber höchst interessiert und wir wussten alle nicht, wo die Reise hingehen würde. Wir hatten aber alle das Gefühl Teil einer (R)Evolution zu sein, die das Internet und unser Leben verändern würde und wir sollten damit auch recht haben. Die Neugierde und Spannung die ich damals in mir gespürt habe, ist etwas, dass ich nie vergessen werde. Vor allem weil es mein Leben nachhaltig geprägt hat.

Denn mein Blog war meine Technik- und Marketing Spielwiese in einer Zeit, wo es keine Blogger-Kurse gab und wo man noch alles glauben konnte, was man im Internet gelesen hat (zumindest die technischen Beurteilungen und Tipps rund um den eigenen Blog). Aber wir hatten uns und wir haben so gut wie alles geteilt – die paar “Assis”, die damals noch dachten, dass wir auf bestimmte Dinge, wie wir unsere Blogs verbessern können,nicht von selbst drauf kommen können, und es uns auch nicht verraten haben – die gab’s damals natürlich auch noch. Aber grundsätzlich war das keine nennenswerte Menge und im Grunde war uns das egal: Wir waren jung und wir brauchten die (R)Evolution, oder so.

Und diese Revolution brachte viele lustige, verstörende, erschreckende und freudige Geschichten mit sich. Einige davon möchte ich mal teilen, weil sie noch immer interessant sind, weil es sicher den gleichen Fall noch immer gibt. Und vor allem, weil sie euch vielleicht helfen können mehr in dem Blogger-Business zu sehen, als ihr jetzt gerade so seht.

Der erste Blogger Lunch und die Erkenntnis, dass es wunderbare Menschen gibt

“Wir treffen uns im Café Leopold auf der Terrasse.” Mein Herz hat Sprünge gemacht und konnte es nicht erwarten die anderen Blogger kennenzulernen. Gleichzeitig zu diesem Gefühl war ich allerdings sicher, dass ich Probleme haben würde: Ich, die grundsätzlich fast nur Männer als Freunde hatte, hatte Sorge, ob ich einen Tisch mit so vielen Frauen aushalte. Dass ich mich mit ihnen super verstehen würde, war irgendwie ausgeschlossen und trotzdem wollte ich dem eine Chance geben. Es gab einen Moment bei dem Treffen an dem alle am Tisch saßen – ich glaube wir waren 20 Leute – bei dem ich jeden ins Gesicht sah, und es nicht fassen konnte: Alles sympathisch und hilfsbereit – eine Gruppe zum Wohlfühlen. Das ganze passierte vor dem zweiten Fashioncamp und seitdem bin ich überzeugt, dass die meisten der Menschen, die einen Blog haben wollen einfach wunderbar sind.

Learning: Gehe deiner Leidenschaft nach, auch wenn sie nur wenige mit dir teilen.

Btw.: Wer einen ähnlichen Moment erleben möchte – das Fashioncamp findet jedes Jahr statt. 2018 im November. Hier gibt’s die Tickets!

Die erste Abmahnung – Juristen puh!

“Frau Egger, hier ein eingeschriebener Brief für Sie.” Nachdem ich unterschrieben hatte, war ich sehr gespannt, was da drinnen ist. “Wahrscheinlich bin ich mal wieder 2 km/h zu schnell gefahren oder ähnliches”, dachte ich. Als ich es geöffnet habe, befand sich drinnen ein Brief von einem deutschen Anwalt. Ich hätte von einer kostenlosen Plattform ein Bild von einem Fotografen verwendet und kein Copyright hineingeschrieben. Dazu angehängt war ein Ausdruck mit dem Screenshot meines Blogs, auf dem ersichtlich war, dass ca. 2 Zeilen weiter unten ein © mit dem Namen des Fotografen inklusive Link zu sehen war. Uff, dachte ich – und nahm schon den Hörer in die Hand um gleich den Anwalt anzurufen. Den Anwalt oder die Sekretärin habe ich dann nicht erreicht, sondern nur ein Band “Wir sind gerade beim Diktat. Bitte rufen Sie später an”. Als es piepst, lege ich auf, weil ich es nochmal hören wollte: “Hat die Stimme gerade wirklich Diktat gesagt?” Ja, hat sie und ich konnte es nicht glauben – eine Lachnummer im 21. Jhdt.

Was kam dann?

Ich sprach nach dem xten mal dann doch auf’s Band und bekam natürlich keinen Rückruf – das Diktat dauerte etwas länger. Ich habe in der Woche dann öfter angerufen. Bis ein erneuter Brief eintrudelt in dem plötzlich nicht mehr stand, dass ich kein Copyright angegeben hätte, sondern mein Blog kommerziell wäre. Kommerziell? Was heißt kommerziell? Das war noch zu Zeiten, wo mein Blog in den Kinderschuhen war und ich angestellt war. Mein nächster Anruf war der bei meinem Anwalt – immerhin verstehen die sich ja untereinander am besten. Der hat dann dem Herren einen Brief geschrieben – danach habe ich nichts mehr von dem deutschen Anwalt gehört.

Man soll es schon ernst nehmen, aber anscheinend gibt es auch bei dem ehrwürdigen Stand der Juristen schwarze Schafe, die schnelles Geld machen wollen. Jahre später habe ich wieder so etwas bekommen – diesmal berechtigt und ich habe einige hundert Euro bezahlt, andere Kolleginnen ein paar Tausend, weil sie sich nicht rechtzeitig bei dem “Kläger” gemeldet haben.

Learning: Immer sofort das Smartphone in die Hand nehmen und anrufen.

Yeah! Google hat mich gelöscht

“Wenn du versteckte Links machst, dann straft dich Google ab.” Habe ich gehört und dachte mir in meiner unfassbaren Neugierde: “Wie schnell geht das?”

Etwas, was ich vom Internet gelernt habe: Glaube nicht alles, wenn du es nicht selbst ausprobiert hast. Und das ist ein Learning, das bis heute gilt und, das nicht nur für irgendwelche DIY Nifties auf Pinterest. Nach zwei Jahren mit meinem Blog habe ich es dann ausprobiert. “Mal schauen, ob das funktioniert und mein Blog von der Google-Suche ausgeschlossen wird?” Zu der Zeit hatte das sogar die Agentur von BMW Deutschland geschafft, weil sie sich nicht an die Google-Regeln gehalten haben. Es hat ca 2,5 Wochen gedauert und dann war mein damaliger Blog Modeltalk nicht mehr auf Google zu finden: YES! Danach dämmerte es mir, dass ich vielleicht nun etwas mehr Zeit brauchen werde, um das wieder in Ordnung zu bringen. War auch so. Man muss die Technik und die Dinge, die man hört, ausprobieren. Nicht nur, ob es überhaupt funktioniert, sondern auch, ob man es selbst so machen möchte.

Learning: Manchmal muss man Dinge einfach ausprobieren.

Money money money – ABBA im Ohr und Geld in der Kasse

“Anbei schicke ich Ihnen unser Budget und die Rahmenvereinbarungen.” Zum ersten mal habe ich 2011 eine Anfrage bekommen, wo es nicht um’s Budget-Feilschen ging, sondern einfach eine Agentur meinte: Das ist das Budget, das wollen wir – gib Bescheid, ob das für dich passt – WOW! Ich war furchtbar aufgeregt und vor allem irritiert, weil ich zum ersten Mal ein Briefing bekommen habe, das auch wirklich fundiert war. Wer sich fragt, warum man von mir so genaue Briefings bekommt: Das war der Anfang dieser 1000 Überlegungen, wie man Influencer / Blogger am besten brieft.

Abgesehen davon, dass das Budget mit CHF 1000 für damalige Verhältnisse mehr als großartig war, habe ich mich im Anschluss richtig ausgetobt und abgeliefert. Vor allem hatte ich bis zu diesem Zeitpunkt nicht erfasst, dass ich eigentlich mit Content Geld verdienen konnte und nicht nur mit Inhalten auf meinem eigenen Blog. Danach habe ich mich sicher gefühlt, dass ein Blog und das, was ich damit lerne, ein Business werden kann – auch wenn ich mir nicht immer vorstellen konnte, nur das zu machen. Als das Geld dann auch wirklich auf meinem Konto landete, habe ich mir gleich mal meine erste Canon gekauft und wie verrückt angefangen zu fotografieren. Die Fotos habe ich dann auch angefangen zu verkaufen, weil.. tja, weil es eben geht. Das war das ausschlaggebende Projekt, das mir die innere Sicherheit gegeben hat, dass ich mich selbständig machen kann – und das zu einer Zeit, wo ich noch immer erklären musste, was “Bloggen” eigentlich ist.

Learning: Manchmal kommen Anfragen, mit denen man zuerst vielleicht nichts anfangen kann, aber die einem am Ende doch neue Möglichkeiten offenbaren.

Blog Business – Adieu Kuschelmode, Businessmode on

“Hast du schon gehört…?” Was in den letzten Jahren leider passiert ist: Aus dem Kuschelmodus, den es in den Anfängen des Blogger Business gab, ist ein teilweise hartes Geschäft geworden – und das kann auch schon mal unter die Gürtellinie gehen. Im Vergleich zu den Möchtegern-Haien im Agentur-Business geht es natürlich noch immer recht cosy zu. Trotzdem fand ich es recht bezeichnend, als ich vor einigen Monaten immer wieder miterlebte wie jemand unter vier Augen über eine Bloggerkollegin schimpfte und sich im nächsten Moment bei Instagram um ihren Hals schwingte und Herzchen aufblinken lies. WTF. Das sind die Momente, wo man sich fragt: Was ist mit diesem Blog-Business denn los? Das Geld ist los – zumindest sehe ich es so. Aber Geld und Aufträge sollten kein Grund sein, den anderen mit dem Messer in den Rücken zu fallen. Schlecht reden, sagt bekanntlich meistens mehr über einen selbst aus, als über die anderen – nicht? Etwas mehr Kuschelmode zwischen den Bloggern wäre gut – auch zu den neuen Bloggern, die da noch einiges an Unterstützung brauchen.

Blogger sind Content Creators geworden, Freelancer, Boutique Ateliers, Micro-Agenturen – und haben die Möglichkeit eine Branche zum Positiven zu verändern. Auf Augenhöhe, mit guter Leistung und vor allem mit Zusammenhalt. Die “Agenturen” der Zukunft sind wir, so sehen es auch diverse Studien. Also lasst uns daraus auch ein neues, besseres, respektvolles und vor allem positives Miteinander machen – auch wenn wir beim Kunden gegeneinander antreten müssen. Wer ist dabei!?!

 


 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!

 

 

Blogger werden, aber wie? In den letzten Jahren habe ich einige Workshops zu diesem Thema gehalten und vielen Teilnehmern geholfen ihre Blogs zu starten. Dabei sind mir einige Dinge aufgefallen, die sich für mich im Nachhinein als die Dinge dargestellt haben, die entscheiden, ob jemand erfolgreich seinen Blog betreiben kann oder nicht. Dabei ist natürlich der Begriff Erfolg recht unterschiedlich zu verstehen: Was für den einen eine monetäre Komponente ist, ist für den anderen mit Reichweite und Bekanntheit verbunden. Und trotzdem sind es am Weg zum Blogger die gleichen Hindernisse, die überwunden werden müssen, um einen eigenen Blog zu beginnen und auch dorthin zu führen, wo man ihn haben möchte. Diese Hindernisse haben einerseits mit Know- How, aber – und das gilt für alle Dinge, die man selbstständig macht – auch sehr viel mit persönlicher Entwicklung zu tun. Ein schöner Blog oder das zu tun, was man schon kennt, reicht oft nicht aus, um seinen Blog langfristig erfolgreich aufzubauen. Man braucht auch Mut, Durchhaltevermögen und viel Neugierde. Try & Error ist hier keine Marketing-Floskel, sondern ein Must- Do, genauso wie ein Verständnis für die Technologie, die dahinter steckt.

Mut zur Technologie

 

Ein Blogger, der sich mit der Technologie hinter seinem Blog nicht auskennt, hat meistens einige Schwierigkeiten. Sich von Anfang an mit WordPress oder auch mit einem anderen System auseinanderzusetzen ist wichtig, um auch zu wissen, was man damit überhaupt alles machen kann, worauf man achten muss, usw. Man sollte sich trauen z.B. WordPress mit All-inkl zu installieren, auch mal ein Update zu machen oder ein neues Plugin auszuprobieren.

Genauso sollte man auch gewillt sein neue Soziale Netzwerke auszuprobieren und Tools zu nutzen. Es macht vor allem beim Bloggen Sinn, Dinge allen anderen zu testen, um zu sehen, ob es einem beim Bloggen hilft, um sich vielleicht damit auch einen Vorteil zu verschaffen.

 

Austausch mit anderen

 

Wer Zeit hat, kann sich alle Infos rund ums Bloggen im Netz zusammensuchen. Und trotzdem wird es nicht genug sein. Der Austausch mit anderen Bloggern ist genauso wichtig. Sie nur als Konkurrenz zu sehen, das ist besonders blöd. Man sollte sich gegenseitig helfen und unterstützen. So vermeiden alle die typischen Fehler, die man am Start macht, wie z.B. die beliebten Klassiker der Einstellung von Permalinks oder die Größe der Fotos am Blog. Diese Dinge lernt man in Workshops, kann man bei anderen nachfragen oder bei Blogger Events erfahren. Aber gerade bei den vielen Dingen, die man neu lernen muss, kann es schon passieren, dass man etwas vergisst. Deswegen: Immer wieder mit anderen Bloggern austauschen und nachfragen. 

 

Gehe deinen Weg: Blog – Kit  / Media Kit

 

Einfach drauf los bloggen war gestern, als es noch wenige Blogs gab. Heute muss man sich schon genauer überlegen, was der Blog sein soll, damit er nicht unter den vielen Blogs untergeht. Dazu muss man sich vor dem Start eine Art Blog-Kit  zusammenstellen. Bei dem beantwortet man die wichtigsten Fragen rund um den Blog, wie z.B.: Was findet man auf den Blog? Wen spricht man damit an? Wie sehen die Fotos aus? Wie möchte man die Bekanntheit steigern? Welche Eckpfeiler gibt es noch zu berücksichtigen? Möchte man Geld verdienen? Welche Ziele hat man sich gesteckt? Das ist quasi ein kleiner Business Plan für den Blog. Aus diesem kannst du dann auch später dein Media Kit basteln.

Das hilft von Anfang an auf einer Linie zu bleiben und sich nicht zu sehr von anderen Blogs ablenken zu lassen. Gehe deinen eigenen Weg!

 

Ein Jahr  – Halte durch!

 

Einen Blog zu starten, klingt irgendwie einfach. Es ist aber sehr viel Arbeit und vor allem mit viel Zeiteinsatz verbunden. Hat man sich mal für die Häufigkeit der Blogposts entschieden, sollte man auch dranbleiben. 2,3,4,5 mal in der Woche? Dann unbedingt durchhalten. Ein Jahr sollte man dem Start schon geben. Bis dahin hat man seine Prozesse optimiert und kann auch sehen, was gut funktioniert hat und was nicht. Es ist wichtig dem Projekt Blog auch eine reelle Chance zu geben, sich zu entwickeln. Wo wir auch gleich bei dem Topic “gemeinsam” wären – es ist einfach leichter dran zu bleiben, wenn man ein “Partner in crime” hat 🙂

 

Monetarisieren – Lass dir Zeit

 

In diesem Jahr sollte man sich auch Zeit nehmen, um den Blog zu monetarisieren. Klar kann man mit dem Blog bzw. mit dem Gelernten auf dem Weg zum Blogger / Influencer Geld verdienen. Aber genauso wie der Blog Zeit braucht, brauchst auch du Zeit, um zu sehen, wie du Geld verdienen kannst. Dabei geht es um Themen wie: Wie komme ich bei den Kunden an? Wie kann ich Kunden akquirieren? Welche Dinge möchte ich anbieten? Was kann ich gut selbst machen, was muss ich auslagern? Wieviel Geld muss ich verdienen? In einem Jahr lernt man viel und kann das dann auch richtig einsetzen. Daher. Am besten man hat einen “Brotjob” oder “Spielgeld” während der Zeit, wo man seinen Blog aufbaut. Auf dem Weg begleite ich einige Blogger als Coach und ich kann aus Erfahrung sagen: Das Jahr zahlt sich aus.

 

Zeit ist grundsätzlich ein wichtiger Faktor. Man sollte sich alles gut überlegen, den Blogstart planen und sich auch genau überlegen, ob Selbständigkeit überhaupt eine Option sein kann – ganz egal, ob mit dem Blog selbst oder mit seinem anderen Know-How. Was hier wichtig ist: Der Blog und die Inhalte sollten immer auf dein Ziel gerichtet sein. Damit du auch den Erfolg/ Misserfolg erkennen kannst.

 

Wenn du Fragen hast, einfach kommentieren!

 

 

Du bist dir noch nicht sicher, ob du deinen eigenen Blog starten solltest? Wir haben hier die Antwort, warum du das auf jeden Fall tun solltest!