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Die kleine Inselgruppe in der Balisee vor der Nordwestküste Lomboks besteht aus drei Sandinseln, die wegen den wunderschönen Sonnenuntergängen und tolle Schnorchel- und Tauchreviere berühmt sind. Wir waren ein paar Tage in diesem Paradies.


Gili Trawangan, Gili Menno und Gili Air – drei Sandinseln die aus dem Wasser ragen wie kleine Spielzeuge. Vor allem Menno und Air, weil sie einfach klein sind. Gili Trawangan ist dafür berühmt die „Partyinsel“ der Australier zu sein. Und es stimmt: im Süden der Insel ist einiges los. Zu unserer Zeit aber dann nicht so viel wie erwartet, daher sind wir auf dieser Insel geblieben und haben die Kleineren nicht besucht. In der Hochsaison soll es aber in Trawangan nicht so angenehm zu gehen – anscheinend hatten wir Glück.

 

Nach einer ca. 1,5 Stunden Bootsfahrt über den Lombok strait kamen wir in Trawangan an. Wir haben vor unserer Abreise sehr viele Gruselgeschichten über diese Überfahrt gehört. Das Meer kann sich hier von seiner vollsten Kraft zeigen und man darf nicht vergessen dass man sich im offenen Meer befindet. Wer nicht Seefest ist, sollte sich Tabletten besorgen. Wer – so wie ich- auf Nummer sicher gehen mag, nimmt die Boote die zumindest in Sachen Sicherheit westliche Standards befolgen und die Boote nicht überfüllen. Wie soll es auch sein: die Teuren ☺ Unsere Hinfahrt war ein Traum, bei der Rückfahrt haben sich selbst Einheimische mehr als unwohl gefühlt – am besten einfach das Meer beobachten und entscheiden.

 

Eines der schönsten Dingen auf den Gilis: Keine Mopeds! Juhu! Hier ist man entweder zu Fuß oder mit dem Pferde ähem- ich meine Ponykarren unterwegs. Achtung beim Straßen überqueren! Man glaubt gar nicht wie schnell die sind.

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Unser erstes Quartier war das La Cocoteraie Ecolodge – Glamping wie es im Buche steht! Yes! Endlich – ich wollte ja unbedingt, wie man in meinem Glamping-Artikel gesehen hat ☺ Hier hat man keinen direkten Strandzugang, dafür ist man so gut wie alleine. Einfach schön! Und das Frühstück und Essen war wundervoll!

Nach ein paar Tagen sind wir an den Strand gezogen – Karma Kayak.  Die etwas „surfigere“ Unterkunft, dafür am schönsten Strand und an der besten Stelle, um einen gemütlichen Sonnenuntergang zu genießen. Nachdem der doch recht Früh ist, werden hier Tapas serviert. Zum Unterschied der Hotels im Umkreis wird zum Sonnenuntergang der Strand nochmal gesäubert, die Sitze in Richtung Sonnenuntergang gestellt und chillige Musik aufgelegt. Best Place to be! Hier kann man auch noch hervorragend Essen.

 

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So ein heller Strand schreit ja schon nach wunderschönen Schnorchel-plätzen – das was man hier erleben kann ist einfach einmalig! Die Korallen sind wunderschön und ganz nah. Zu meinem Glück habe ich hier eine Meeresschildkröte getroffen – ja getroffen, denn sie ist ca. 2 Meter von uns entfernt aufgetaucht während wir geschnorchelt haben. Das wunderbarste Tier der Welt, wie ich finde. Mein Lieblingstier.

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Ein anderes Tier das man hier oft sieht: Katzen. Hier gibt es Katzen wie Sand am Meer – so ungefähr. 80% der Katzen haben dabei einen runden Schwanz – nein, der wird nicht abgeschnitten, sondern da scheint ein ganz aktiver Kater mit einem Gendefekt unterwegs zu sein ☺

Was ich zu den Gilis zu sagen haben: Hier muss man einfach mal gewesen sein.

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„Wir fliegen über Singapur“ das war die erste Information die ich über unsere Reise wirklich wahrgenommen habe. Obwohl ich aber in den letzten Tagen vor der Abreise viel Zeit damit verbracht habe mir Bilder aus Bali anzusehen (vor allem zur Motivation, denn am liebsten hätte ich 3 Tage vor der Abreise mich ins Bett gelegt und hätte geschlafen – aus Gründen), habe ich ganz auf Singapur vergessen. Erst am Tag davor habe ich mitbekommen was für einen Ruf diese Stadt hat, erfahren dass Freunde dort wohnen und mich erinnern können dass ich einige Freunde die in London arbeiten habe, die immerzu von dieser Stadt geschwärmt haben. Wie sich später für mich herausstellen sollte : Mit gutem Grund. Hotel haben wir uns über Booking.com besorgt – recht günstig und gut angebunden: Hotel V Lavender. Grundsätzlich ganz okay, länger als ein paar Tage kann man aber da nicht bleiben – Klima-Anlage und die Tatsache, dass man keine Fenster öffnen kann, machen einem das Schlafen schwer. Dafür hat das Hotel einen Pool – das sollte ein Hotel einfach haben, wenn man in Singapur ist 🙂

Diese Stadt ist einfach sagenhaft schön und ein unglaubliches Beispiel dafür wie neue Architektur den alten Gebäuden und Gegebenheiten schmeicheln kann. Einfach unglaublich – innovativ, lebhaft-geregelt ,asiatisch-europäisch,.. Hier ist man zwar in Asien, aber wiederum nicht – dafür war die Stadt für mich als Asien-unerfahrene ein perfekter Einstieg. Allen voran hat aber Singapur etwas was mich wirklich fasziniert: Kaugummis sind verboten! YES! Ich kann ja schmatzende, Kaugummi-kauende Menschen nicht leiden und was ich wirklich nicht ausstehen kann ist, wenn ich mal wieder in so einen Kaugummi trete – in Singapur passiert einem das nicht. Hier sind sie unter Strafe verboten, man darf nicht mal damit einreisen. Gut so!

Ein bißchen über Singapur…

Öffentliche Verkehrsmittel

Das was die U-Bahnen in Österreich nicht schaffen, ist hier normal: Man lässt Leute aussteigen und steigt danach ein. Dazu gibt es auch passende Markierungen damit die Leute sich gleich richtig hinstellen (mein Herz hat einen Freudensprung gemacht!). Anders als bei uns sind die Geleise abgeschirmt und die U-Bahn bleibt immer and er gleichen Stelle stehen – oh wunder! Daher man spart sich die Sicht auf die hässlichen Geleise und es kann auch niemand hier hineinfallen – thumbs up! Steigt man ein, sei jedem geraten einen Pullover mitzunehmen. Wie in anderen Metropolen dieser Welt ist einem kalt – sehr kalt und meistens fährt man etwas länger. Nicht nur in der U-Bahn, auch im Bus – ein Pullover ist nie verkehrt. Positiv: Man kommt recht einfach überall hin und kennt sich auch recht schnell in der Stadt aus. Wer auf die Straßen schaut wird erkennen, dass es kaum Privatautos auf der Straße gibt: einerseits zahlt man für eine Autolizenz viel Geld, zahlt hier auch Maut (je nach Straße und Uhrzeit unterschiedlich – dank box) und der Import von Autos ist auch dementsprechend teuer – folglich gibt es so gut wie keinen Stau. Like a lot!

Hop on – Hop off Bus

Nachdem ich ja doch gerne Städte ansehe, bin ich der Meinung das wichtigste gleich am Anfang ist meistens ein Hop on Hop off Bus. Damit verschafft man sich schnell eine Übersicht der Stadt. In Singapur nimmt man am besten ein Tagesticket für den Hippo-Bus und fährt mit der Red-Line, Yellow-Line und der Original Line mit einem Ticket. Zahlt sich eindeutig aus!

Am Abend vor Sonnenuntergang bieten die Boote eine wunderbare Art um Singapur zu erleben. Der Sonnenuntergangs spiegelt sich dabei an den Hochhäusern – einfach schön.

Essen

Essen kann man in Singapur hervorragend, hat aber auch seinen Preis. Aufgrund unserer Tramper-Garderobe war von Anfang an klar, dass wir sicher nicht „fein essen“ gehen werden, deswegen haben wir uns für Märkte entschieden. Leider ist das berühmte Hawker Center „Lau Pa Sat“ gerade im Bau gewesen als wir da waren. Wir haben uns aber im Hawker Center Maxwell Road wahnsinnig lecker die Bäuche vollgeschlagen – eine absolute Empfehlung! Gutes frisches Essen zu einem guten Preis. Dafür muss man vielleicht hie und da wegschauen, aber das sollte man in Asien so und so lernen, manchmal. Ein Erlebnis der anderen Art hatten wir im Markt in Chinatown -wir waren die einzigen Nicht-Chinesen, was mich sehr amüsiert hat. Aber das Essen ist so lala und „wegschauen“ konnte ich hier kaum. Nicht ganz so meins, aber -wie ich finde – muss das jeder für sch selbst herausfinden.

Level33 – ein Lokal in dem wir waren das ich empfehlen muss. Die Brauerei im 33. Stockwerk i st einfach wundervoll und am Abend kann man die Stadt von hier toll überblicken. Ab 21h kann man die abendliche Lightshow aus einer perfekten Perspektive sehen. Und natürlich Marina Bay Sands – einfach ansehen 🙂

Shoppen

Okay, das ist hier eine Luxus-Shopping-Metropole. Louis Vuitton, Chanel, Prada, Miu Miu, Hermes, Etro, Tiffany & Co haben meistens hier nicht nur eine Boutique, sondern gleich mehrere. Überall trifft man auf Marken und sieht Geschäfte die man sonst wohl selten in so einer Dimension sieht. Singapur ist eine tolle Einkaufsstadt – als Bankenzentrum natürlich eine der teureren.


Das Geschäft dass mir am meisten imponiert hat war der Luis Vuitton im Wasser – das ist schon etwas ganz besonderes.

Hier noch einige Fotos von Singapur – einfach traumhaft! Eine Stadt in der man gerne zurückkommt.



Ich und Mr. Urlaub haben in den letzten Jahren eine ganz eigene Beziehung gefunden.Nachdem ich meistens meine Urlaube in Orte verbringe in denen ich quasi Zuhause bin oder dieGegebenheiten gut kenne, bzw. den Urlaub kurz halte – haben Mr. Urlaub und ich uns hervorragend arrangiert. Meistens treffe ich Mr. Urlaub in der nähe – max. 6 Stunden Flugzeit und 2 Stunden Zeitdifferenz zum Büro, damit ich auch Assistentin Alltag mitnehmen kann. Entfliehen aber dann doch mitnehmen, ist die Devise. Das mache ich seit Jahren – ob als Praktikantin, Angestellte oder Selbständige -Mr. Urlaub sorgt dafür dass ich mich heimelig fühle, packt mein Laptop ein, schaut dass ich auch Internet habe, überprüft die Kabeln im Koffer. Sehr umsichtig. Er kümmert sich auch um meinen Zeitplan- wann ich arbeiten muss, wann ich find en Pool darf, welche Projekte ich noch annehmen kann… Im Endeffekt komme ich zurück als ob ich einfach ein paar Wochen mit Assistentin Alltag ein neues Büro getestet hätte – Mr.Urlaub hat das für unsere Verhältnisse hervorragend arrangiert – die Erholung bleibt aber aus. Auf der Reise nach Bali wurde es erstmal anders – Mr.Urlaub wurde nicht eingeladen, aber Madame Auszeit. Mit dem Hintergedanken dass sie sich wie Mr. Urlaub bändigen lassen wird, was sich etwas schwierig gestaltet – das Los der Selbständigen, eben.

Rucksack Bali

Rucksack packen für 4 Wochen Bali – brauche ich das? Muss das mit?

Als ich meinen Rucksack gepackt habe, hat sie schon begonnen mit „das brauchst du nicht, das lässt du da“, „das ist zu schwer“, „das lenkt nur ab“ – Ergebnis : 10kg Gepäck für 4 Wochen inkl. Ipad, Iphone und Kindle. Macbook? ne verboten. Also verzichte ich mal drauf haltet auch nichts davon ( dafür gibt es dann nach Tag 10 eine unglaubliche Diskussion mit Mr Urlaub – wie kann man auch eine Selbständige ohne Büro verreisen lassen…)
Während meiner Vorbereitung für die Auszeit, beginne ich mich etwas nackt zu fühlen – aber das gehört wohl dazu. Gut dass wir als erste Station Singapur gewählt haben (also er, nicht ich *g*) — hier kann ich mich an diese „Nacktheit“ gewöhnen und mich auf die Auszeit einlassen – langsam zumindest.

 

Singapur

Singapur

Von Singapur nach Bali – die Entspannung kommt

Nach 4 Tagen in der architektonisch imposantesten Stadt in der ich bisher war , geht es nach Bali – zuerst Seminyak und dann in den Norden. Während ich noch versuche mit Ipad und Co. in den ersten Tagen im Paradies zumindest etwas zu arbeiten, muss ich irgendwann aufgrund der Zeitverschiebung und dem Ipad aufgeben – es geht nicht. 6 Stunden sind ja okay, aber 12 Stunden Zeitunterschied zum Programmierer, das ist einfach zu viel. Dazu noch ein Ipad und ein Internet dass langsamer ist als das 56k Modem dass ich mit 13 hatte und dann auch noch in 80% der Fälle ausfällt – aus , basta – geht einfach nicht. Der Notfallplan wird einberufen, letzte Emails gecheckt und gehofft dass das greift, weil jetzt ist es einfach nicht mehr möglich. Während ich mich innerlich ärgere – weil das nie so geplant war, sondern passiert ist und ich es gar nicht mag wenn Dinge nicht gut laufen und gerade mein inneres einen Panikanfall bekommt – weil Selbständigkeit, Auszeit, usw., lächelt Madame Auszeit und schreit „Sieg! Sieg!“ und tanzt um mich. Sie kennt mich schon: nach dem Ärger, kommt die kurze Wut und danach die Erkenntnis, dass nur die Wahl besteht zwischen: es hinzunehmen oder die restliche Zeit mürrisch zu sein. Nachdem ich meinLeben gerne positiv gestalte entscheide ich mich für hinnehmen, aufnehmen und genießen.

Bali Pool

Bali Pool mit Blick

Eine Stunde später liege ich in der Liege am Pool, lese das Buch von Meike Winnemuth („Das Große Los“) über ihre Weltreise und denke mir „könnte schlimmeres ein – wird schon schief gehen„

Bali Sonnenuntergang

 

Und wie wir so spazieren gehen am Strand, denke ich mir nur  „manchmal ist dein Ehrgeiz und deine Perfektion bissi doof“

Ich bin angekommen.