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Webseite, Newsletter, LinkedIn, Funnel-Systeme, Facebook, Instagram, Buchungsystem, Online-Shop, Werbeeinschaltungen… Was man so alles als Selbstständige tun soll, um Aufmerksamkeit zu generieren und Kunden zu gewinnen, ist oft nicht nur viel, sondern auch noch verwirrend. Findest du nicht auch?

Viele Online-Anbieter versprechen sechs- oder siebenstellige Umsätze, wenn man ihr Kundengewinnungs-System verwendet. Sie verkaufen einem 1000 – 2000 Euro Kurse, um dann  komplett überfordert mit den Aufgaben zu sein. Denn, wer das alles macht, was da suggeriert wird, hat meistens nur mehr wenig Zeit für seine Kunden und schon gar keine Zeit mehr für die eigenen Produkte oder gar deren Entwicklung. 

Von dem her, lass mir dir ans Herz legen: Marketing ist wichtig, aber nicht das Zentrum der Selbstständigkeit und sollte es auch nie werden. 

Das wichtigste sind Beziehungen

Deine besten Kunden sind jene, die du lange hältst. Sie möchten, dass du dich um sie kümmerst. Denn potentielle Kunden wollen zu dir eine Beziehung aufbauen und keine Massenabfertigung. Sie wollen nicht einer von Tausenden sein. Sie wollen von dir persönlich betreut werden. Der Kunde, der zu dir passt, möchte mit dir eine Beziehung haben. Diese Kunden sind es, die sich von dir als Selbstständige gut betreut und abgeholt fühlen und die gern über dich sprechen, dich empfehlen und vor allem auch weitere Services / Produkte bei dir buchen. Und auch, wenn es um die Gewinnung von neuen Kunden geht, ist es wichtig, bereits vorab mit deiner Zielgruppe in Beziehung zu treten.

Dank Social-Media und E-Mail-Marketing können wir diese Beziehungen nicht nur pflegen, sondern auch nähren. Mit dem Ziel, dass du bei deinen Followern für ein spezifisches Thema stehst und mit deinem Content die Beziehung zu ihnen nachhaltig festigst. Dabei spielt es keine Rolle, ob diese letzten Endes zum Kunden werden oder dich als Experte/Expertin weiterempfehlen. 

Wer nicht auffindbar ist, der wird nicht sichtbar

Um Beziehungen zu pflegen, müssen diese erstmal eine Grundlage haben, um entstehen zu können. Dafür musst du auffindbar sein. Wer dich nicht zu deinem Thema findet, wird gar nicht erst auf die Idee kommen, dir eine Anfrage dazu zu schicken, dir auf Social-Media zu folgen oder deinen Newsletter zu abonnieren. Und dabei geht es nicht nur darum, online auffindbar zu sein, sondern genauso offline Marketing- und PR-Möglichkeiten zu nutzen. Dazu gehören zum Beispiel Flyer, Aussendungen, Zeitungsartikel, Interviews, etc. Du Solltest überall dort Präsenz zeigen, wo deine Zielgruppe sich am wahrscheinlichsten befindet.

Online Marketing – mache alles, schaffe nichts

Online gefunden zu werden, ist natürlich in der heutigen Zeit essenziell. Wenn du online nicht gefunden wirst, dann wirst du auch nie in den Genuss von automatisierten Systemen kommen können, die dir und deinen potentiellen Kunden das Leben leichter machen. Was ich damit meine?

Wenn du zu einem Thema online gefunden wirst und einen guten Auftritt mit automatisiertem Buchungssystem hast, kann jeder einen Termin mit dir vereinbaren, ohne dass du dich selbst darum kümmern müsstest.

Wenn du online zu einem Thema gefunden wirst, erschaffst du dir mit deiner Präsenz eine Reputation ohne dein Zutun. Oder es melden sich Menschen selbstständig zu deinem Newsletter an, ohne dass du sie danach fragen müsstest.

Durch gutes Online-Marketing kannst du stetig neue potentielle Kunden anziehen und mit einem guten (Automatisierungs-)System diese auch als zahlende Kunden gewinnen. 

Was hier allerdings wichtig ist: Zu viele Kanäle verderben den Brei. Nicht deswegen, weil man dadurch nicht mehr Reichweite generieren könnte, sondern weil es einfach zeitlich und organisatorisch als Solo-Selbstständige:r nicht zu bewältigen ist. 

Statt alles auf einmal zu machen, gilt es daher klar zu definieren, worauf du dich fokussieren möchtest und worauf nicht. Das heißt nicht, dass du nicht privat auf Instagram sein kannst, wenn du dies nicht als Kanal für deine unternehmerische Tätigkeit nutzen möchtest. Es meint jedoch, dass du die Bereiche stark für dich abgrenzen solltest. 

Was brauche ich wirklich als Solopreneur:in / Selbstständige, um Online-Marketing zu betreiben

1. Eine Web-Base

Ganz egal, was du machst, du benötigst eine Web-Base, die zu dem was du tust auch passt. Je minimalistischer, desto besser. Klarheit ist hier das A & O. Was das für dich und dein Business konkret bedeutet ist je nachdem, wie die Natur deines Businesses ist, verschieden und ganz individuell. An dieser Stelle sei gesagt: Ja, du brauchst eine Website, aber es reicht das Wichtigste, ohne sie mit Inhalten zu beladen. Vielleicht reicht für dein Business-Angebot ein One-Pager, der einfach codiert ist, eine Active-Campaign Landing Page (Affiliate Link) oder eine Notion-Webseite. Lasse dir auf gar keinen Fall direkt eine WordPress-Website aufschwatzen. Vielleicht kostet diese am Anfang zwar nicht viel, prospektiv wären deren Wartungskosten dann aber doch höher. Es geht für dich als Solo-Selbstständige darum, es schlank und einfach zu halten – die Kosten und den Nutzen zu optimieren. Beispiele:

  1. Du bist Yogalehrerin, Stylist:in, Künstler:in? Erstelle einen One-Pager und zeige dein Portfolio über ein soziales Netzwerk.
  2. Du verkaufst Produkte, aber nicht wirklich viele? Dann bau dir einen einfachen Online-Shop auf einer entsprechenden Plattform (Baukasten) – in meinen Augen geht das mit Shopify am besten und kostengünstigsten.

2. Regelmäßiger Content – Beziehungen

Vertraue darauf, was du gern machst und womit du dich wohlfühlst. Du bloggst gerne? Das ist gut für SEO. Du stehst gerne vor der Kamera? Dann mache Videos auf YouTube oder Instagram. Du schreibst gerne Geschichten? Dann erstelle einen Newsletter. Keep it simple and do it regularly.
Entscheide dich für einen Fokus-Kanal. Auch wenn die FOMO (fear of missing out) in dir hochkommt: Entscheide dich erstmal für EINEN Kanal. Die erwähnte “fear of missing out” ist ein Warnsystem in unserem Gehirn, um uns vor Lebensgefahren zu schützen, nicht damit wir alles auf einmal machen und uns verzetteln. Konzentriere dich auf einen Kanal und bespiele diesen regelmäßig. Ganz egal, ob das einmal die Woche ist oder jeden Tag – wie oft du das machst, entscheidest nur du.


Tipp: Mache lieber weniger und dafür mit deinem ganzen Herzen.

3. Ein CRM-System mit Newsletter

Wofür du dich auch entscheidest: Du brauchst Daten. Die Basis deines Unternehmens und deines Online Marketings sind immer Daten. Du musst irgendwo Kontaktdaten sammeln, um diese auch zu einem späteren Zeitpunkt nutzen zu können. Dich ruft ein alter Kunde an? Du erkennst ihn gleich wieder. Jemand meldet sich zum dritten Mal zu deinem Webinar an – du weisst dass er/sie wirklich Interesse hat, denn er/sie ist ein ,,alt-bekannter Hase” für dich, usw.
Die Daten sind die Basis deines Unternehmens. Eine Möglichkeit, diese zu sammeln und zu verwalten, bietet z.B. Active Campaign (Affiliate Link) – hier kannst auch eine eigene Landing Page erstellen, Newsletter aussenden und vor allem deine Datensätze gut strukturieren. Berühmt ist auch Salesforce, zudem gibt es in den verschiedenen Bereichen natürlich auch Expertensoftware, die du nutzen kannst.

4. Automatisierung ist der Schlüssel für die Erreichbarkeit

Sobald jemand bei dir einen Termin buchen möchte – ob nun deine Services, Dienstleistung, ein Kennenlerngespräch, ganz egal, dann muss das möglich sein – im Zweifel auch um 3 Uhr morgens. Der Grund: Wenn ein potentieller Kunde einen Impuls hat, sollte er diesem auch nachgehen können. In welchem Segment du tätig bist, ob du einen Friseurladen hast, Ärztin bist oder als Coach arbeitest, spielt dabei keine Rolle. Gib den Leuten eine Möglichkeit sofort einen ersten Kontakt oder einen Termin zu buchen. Umsetzen kannst du das zum Beispiel mit Tools wie Calendly, Appsumo oder anderen.

Fazit

Definiere deine Tools, lege fest, was dir leicht von der Hand geht und setze es regelmäßig um. Wichtig: Mache dich nicht verrückt. Im Sinne von “grow slow” geht es immer nur darum, die Dinge regelmäßig zu tun und konstant dran zu bleiben und nicht alles auf einmal zu machen. Faustregel dabei ist, nicht mehr als 25% deiner Zeit für dein Online Marketing aufzuwenden. Tracke deine Zeit und werde effizienter, wenn du zu lange brauchst oder suche dir externe Unterstützung.

Wichtig ist, von Anfang an eine Strategie zu haben, damit du keine Zeit mit Dingen verschwendest, die dich daran hindern, deine Selbstständigkeit profitabel zu führen. Das bedeutet nicht, dass du immer mehr Geld verdienen musst. Es bedeutet nur, dass du das, was du für ein gutes Leben nach deinen Vorstellungen brauchst, verdienst und das mit der Zeit immer leichter für dich werden sollte. 


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air-bnb

Ein Städtetrip nach Rom? Flitterwochen auf Hawaii? Oder doch lieber ein Abenteuerurlaub im australischen Dschungel?

Für Reisende gibt es in der heutigen Zeit  viele verschiedene Möglichkeiten ihren Urlaub zu verbringen und ihre freien Tage zu genießen. Gerade jetzt, wo Themen wie Entschleunigung und die sogenannte Work-Life Balance immer mehr an Bedeutung gewinnen, wollen Reisende ihre Freizeit in vollen Zügen genießen. In einer Zeit, in der sich Sterne Hotels mit Sharing Plattformen wie AirBnB & Co messen müssen, erscheinen immer mehr Möglichkeiten des Tourismus-Marketings auf der Bildfläche. Das haben auch Tourismusregionen, Hotelketten & Co erkannt und versuchen mithilfe von Tourismus-Marketing die neue Generation der Travellers als Gäste zu gewinnen.

In unserer Blogreihe „How to Tourismus Marketing“ setzen wir uns intensiv mit diesem Thema auseinander. In den nächsten Wochen werden wir uns ansehen wir der Tourismus die unterschiedlichen Sozialen Netzwerke bereits nutzt UND noch weiter nutzen kann, um seine Bekanntheit zu steigern und das Image zu verbessern. Im ersten Blogpost der Reihe geht es darum, wie Tourismusmarken auf  Instagram arbeiten, welche Tipps man beachten sollte und von welchen BestPractice – Beispielen sind noch einige etwas abschauen können.

Warum Instagram im Tourismus Marketing?

Kurz gesagt: Instagram und Tourismus ergeben die perfekte Synthese. Nicht nur, weil Instagram einen Platz geschaffen hat, auf dem die schönsten Fotos und atemberaubendsten Momente festgehalten und mit der Welt geteilt werden können. Sondern auch, weil Instagram genau die richtige Zielgruppe anspricht, um einen optimalen Output der Marketing – Maßnahmen zu gewährleisten. Die MediaPost nennt Instagram „The place to be for travel brands“. Laut einer Studie von MissTravel nutzen 48% der User Instagram um ein neues Reiseziel zu entdecken. Und auch das Thema Influencer Marketing auf Instagram kann durch Instagram seine Bedeutung für Tourismusmarken steigern.

5 Tipps for Tourismusmarken auf Instagram

  • Kenne deine Zielgruppe: Um deine Zielgruppe gezielt ansprechen zu können, musst du wissen was sie interessiert und was sie sich von ihrem Urlaub erwarten. Dann kannst du ihnen auf dem Sozialen Netzwerk ihren Traumurlaub vorstellen und sie so als Kunden gewinnen.
  • Bleib real: Klar, auf Instagram gibt es eine große Auswahl an Tools um ein Bild zu optimieren. Dennoch sollte man versuchen, zwar schöne aber auch reale Bilder mit der Community zu teilen.
  • Füge eine Location zu den Fotos hinzu: Instagram bietet die Möglichkeit zu jedem Foto eine Location hinzuzufügen. Wenn man also als Hotelkette oder Tourismusmarke ein Foto von einer tollen Location postet, kann man diese für den User direkt markieren und ihm so eine Orientierung bieten.
  • Versuche die Reisenden zu inspirieren: Es ist sehr wichtig, den Reisenden nicht immer gleich etwas verkaufen zu wollen. Klar, letztendlich sollen die Urlauber dann zu euch kommen, aber das erreicht ihr glaubwürdiger, wenn ihr versucht, die Reisenden durch schöne Fotos zu einer Buchung bei euch zu inspirieren.
  • Mach Instagram Stories: Neben einer tollen Fotoplattform bietet Instagram seit kurzem auch noch die Möglichkeit, Videos mit der Community zu teilen. Tourismusmarken können dies nutzen, um live von Events zu berichten oder um die Location in den Kurzvideos zu präsentieren.

BestPractice – Beispiele

AirBnB : Was mit einer einfach Idee begann hat sich inzwischen zu einer nicht mehr wegdenkbaren Plattform für Reisende entwickelt. AirBnB teilt auf Instagram nicht nur Fotos von ihren Unterkünften, sondern auch von den schönsten Destinationen der Welt. „Egal wo du hinwillst, AirBnB hat die richtige Bleibe für dich“ – und das vermitteln sie uns auch gekonnt auf ihrem Instagram Profil.

Tourism Australia’s : Dass es bei dieser Kulisse nicht schwer fällt, beeindruckende Fotos zu machen, ist wohl jedem klar. Trotzdem schafft es Australien durch süße Tieraufnahmen, regionale Köstlichkeiten und Unterwasserfotos das Land noch besuchenswerter zu machen. 2,3 Millionen Abonnenten gefällt das, uns auch!

Kärnten Wörthersee : Auch heimische Tourismusmarken nutzen Instagram aktiv um auf sich und seine Freizeitangebote aufmerksam zu machen. So werden regelmäßig schöne Fotos vom See, der Umgebung und lokalen Veranstaltung mit der Community geteilt. We like!

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