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Was du von Influencern für dein Personal Branding lernen kannst

Was du von Influnecern für deine Personal Brand lernen kannst

„Wie werde ich Influencer?” Diese Frage stellen sich viele. Oft gepaart mit der fälschlichen Erwartung, ein Influencer würde nur Fotos & Videos hochstellen, um dafür Geld zu bekommen. „Leicht verdientes Geld”, so glauben die, die nicht wissen, wie viel Arbeit wirklich dahinter steht. Die Wahrheit ist, dass Influencer viel Zeit in den Aufbau ihrer Accounts investieren. Teilweise braucht es Jahre bis sie mit ihren Channels Geld verdienen. So braucht der durchschnittliche YouTuber etwa zwei Jahre, um etwas Geld mit dem eigenen Channel zu verdienen. Zwei Jahre Video-Content bedeutet bei zwei Videos pro Woche, 15 Stunden Arbeit pro Video und bei einem Gehalt von 100 Euro pro Stunde, ein Investment von 31.200 Euro. Warum ich das so schreibe? Menschen, die Influencer werden wollen, müssen auf ganz schön viel verzichten, sich dem Thema mit ganzem Herzen widmen und ein hohes Unternehmerrisiko tragen, wie man anhand der Rechnung unschwer erkennen kann. Auch, wenn sie damit oft als Hobby starten, so kostet dieses doch eine Menge Zeit und Energie. Dinge, die du für den Aufbau einer Personal Brand mit einer starken Online-Präsenz auch benötigst. Was du von Influencern noch lernen kannst, beantworte ich dir in diesem Artikel.

Was ist der Unterschied zwischen einem Influencer & einer Personal Brand?

Auf den ersten Blick sieht es so aus, als ob jemand, der eine Personal Brand hat, ein Influencer ist oder ein Influencer gleich auch eine starke Personal Brand haben muss. Das ist nicht unbedingt so. Um das genauer zu betrachten, gehen wir einen Schritt zurück und sehen uns die jeweiligen Definitionen an:

Als Influencer (engl. to influence = beeinflussen, einwirken, prägen) werden Personen bezeichnet, die aus eigenem Antrieb Inhalte (Text, Bild, Audio, Video) zu einem Themengebiet in hoher und regelmäßiger Frequenz veröffentlichen und damit eine soziale Interaktion initiieren. Dies erfolgt über internetbasierte Kommunikationskanäle wie Blogs und soziale Netzwerke wie Facebook, Instagram, YouTube, Snapchat oder Twitter. Influencer ragen aus der Masse der Social-Media-Nutzer heraus, da sie mit ihrer Tätigkeit hohe Reichweiten erzielen. Wenn solche Personen ausschließlich durch ihre digitale Präsenz Einfluss gewonnen haben, werden sie im engeren Sinn auch als Digital, Social oder Social Media Influencer bezeichnet.
Deges S.

Eine andere Definition besagt:

Influencer sind kreative Individuen, die (1) regelmässig öffentlich zugängliche Inhalte produzieren, die (2) bereit sind, dabei mit Marken zusammenzuarbeiten und (3) deren Inhalte Einfluss auf das Verhalten von Followern haben.
Faltl M.

Im Gegenzug dazu wird Personal Branding unter anderem wie folgt definiert:

Personal Branding ist der fortlaufende Prozess des Schaffens, Aufbauens und
Abgrenzens durch klare Aussagen bzw. ein Bild zeichnen, wer du für andere bist.

LOS ELLIS, 2009

Beide Formen können natürlich in das andere übergehen. Grundsätzlich sind Influencer aber stark auf Social-Media-Channel konzentriert und werden oft durch ihre Reichweite definiert. Im Personal Branding geht es vielmehr um die Definition & Abgrenzung der Person dahinter. Zudem geht es bei Personal Branding um die Positionierung als Expert:in, weil du schon ein Experte bist. Während beim Influencer Marketing die Expertise oft erst während des Channel-Wachstums aufgebaut wird. Bei Personal Branding geht es um die Sichtbarkeit innerhalb deiner Zielgruppe (das erreichst du auch mit wenigen Followern) und weniger darum, andere zu beeinflussen.

Was ist der Unterschied zu Corporate Influencern?

Eine etwas schwierigere Abgrenzung ist die Abgrenzung zu Corporate Influencern. Unter Corporate Influencern werden Mitarbeiter verstanden, welche im Konsens mit dem Unternehmen, über ihre Arbeit und das Unternehmen kommunizieren. Andere Begriffe für “Corporate Influencer”sind: Employer Advocacy oder Interne Markenbotschafter.

Nur, weil ein Mitarbeiter für ein Unternehmen oder ein Thema kommuniziert, kreiert der Mitarbeiter keine Personal Brand. Zu einer Personal Brand gehört mehr als nur die Kommunikation über ein Unternehmen/Thema und es braucht eine klare Ausgestaltung dieser. Das heißt nicht, dass es nicht sinnvoll wäre, für jeden Corporate Influencer eine Personal-Branding-Strategie zu haben, nach der kommuniziert wird.

Was hier klar zum Ausdruck kommt: Während es bei einem Influencer ganz stark um die Außenkommunikation und der Interaktion mit Followern geht, geht es beim Personal Branding vor allem auch um eine klare Definition & Strategie.

Was machen Influencer, das du für deine Personal Brand nutzen solltest?

Influencer sind Gurus in ihren Social-Media-Channels. Sie haben es durch verschiedene Methoden geschafft, online so sichtbar zu werden, dass kaum einer mehr um sie herum kommt. Starke Influencer sind zu beliebigen Themen zu finden, egal wonach du suchst. Social-Media-Plattformen schlagen den Content von Influencern automatisch ähnlichen Zielgruppen vor, nutzen deren Auftritte um ihre Retention zu steigern und erfolgreiche Werbeanzeigen zu platzieren. Sie sind unter anderem der Grund, warum Millionen Menschen auf Social-Media-Plattformen ihre Zeit verbringen und sie können die Meinungen von vielen durch ihre Inhalte beeinflussen.
Außerdem verdienen sie Geld über ihre Kanäle, was auch für dich als selbstständige/r Expertin interessant sein kann. Dazu musst du dich allerdings als Personal Brand in deinem Bereich sichtbarer machen.

Du möchtest mehr Reichweite und mehr Impact haben? Dann solltest du diese 8 Dinge tun:

  1. Konzentriere dich auf deine Nische
    Finde deine Nische und bleibe dabei. Viele hassen dieses “niche down” und wollen sich als “multi-passionate Entrepreneurs” breit aufstellen. Das kenne ich selbst auch. Die Wahrheit ist aber: Um als Expertin wahrgenommen zu werden, musst du dich auf eine Nische konzentrieren. Du kannst diese zu einem späteren Zeitpunkt erweitern, aber erstmal ist es essenziell, dich auf diese zu konzentrieren.
  2. Kenne deine Zielgruppe
    Wenn du die Nische kennst, erkennst du auch deine Zielgruppe. Definiere sie für dich. Du musst keine Personas erstellen (wenn du keine Multimillion-Brand bist, macht das wenig Sinn), aber mache dir ganz klar, für wen du Content produzierst.
  3. Finde Probleme & löse sie
    Wenn du deine Nische mit deiner entsprechenden Zielgruppe kennst, dann findest du auch sicher ihre “pain points”. Finde die Probleme und erstelle die Lösungen dafür.
  4. Regelmäßiger Content mit Plan
    Der Hauptjob eines Influencers ist es, Inhalte zu erstellen und zu teilen. Influencer schaffen es, regelmäßig guten Content zu erstellen – das ist ihr Job. Du musst es nicht so oft machen, aber mache es zu deiner Routine und mit Plan. Sonst endest du über kurz oder lang im Chaos und nichts landet je online. #beentherdonethat
  5. Kommuniziere nicht “nur”, um zu verkaufen
    “Salesy” Content – also Inhalte, bei denen man sofort merkt, dass es nur ums Verkaufen geht, führen zu innerem Widerstand beim Empfänger. Wie meine Lieblings-Minimalisten von “The Minimalists” sagen: „Advertisement sucks”. Ja, verkaufen ist gut, aber sei nicht wie die Frau am Marktstand, die dich verfolgt, damit du eine Kostprobe nimmst und die dir dann gleich die ganze Packung verkaufen möchte.
  6. Netzwerke & kollaboriere mit Expert:innen / Influencern /Journalist:innen & Co
    Wer viele Leute kennt, kann mit vielen Leuten reden. Erweitere dein Netzwerk, lerne neue Leute (online & offline) kennen, verbinde dich mit Influencern, Journalistinnen und Expert:innen aus deinem Bereich. Erfolg liegt immer im “Gemeinsam”.
  7. Bleibe authentisch, auch wenn es dich verunsichert
    Authentisch zu sein, ist nicht immer einfach. Darüber kann fast jede ein Lied singen. Vielleicht war es auch nicht immer gewollt, dass du authentisch bist. Wenn es um deine Personal Brand geht, ist das aber das Wichtigste. Sei authentisch, auch wenn es dich verunsichert. Du bist deine Marke – also sei du selbst.
  8. Achte auf die Daten & handle danach
    Das Schöne daran, wenn man online aktiv ist: Man bekommt viele Daten. Lerne diese zu lesen und handle nach dem, was sie dir sagen. Das hilft dir, deine Reichweite zu vergrößern.

Um das alles zu beherzigen, musst du dich natürlich immer wieder fortbilden. Es reicht nicht, wenn du alte Taktiken in Social-Media nutzt, wenn gerade etwas ganz anderes besser wäre, um deine Ziele zu erreichen. Influencer bilden sich ständig weiter und versuchen das Gelernte sofort einzusetzen. Bilde dich weiter, indem du den Plattformen selber folgst, dir einen Coach suchst oder Kurse zu dem Thema machst. Es ist nicht nur essenziell, dass du deine Nische, Zielgruppe und Community verstehen lernst, sondern auch die Plattformen, über die du versuchst sie zu erreichen. Ganz egal, ob es dabei um Instagram, LinkedIn, YouTube oder ein anderes soziales Netzwerk geht.

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